Klosterblog - Schriftimpulse in der Fastenzeit - Benediktinerinnen Osnabrück

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Klosterblog - Schriftimpulse in der Fastenzeit

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In diesem Blog werde ich in der Fastenzeit jeden Tag einige Gedanken zum Tagesevangelium schreiben.
Diese Gedanken sind ein Teil der lectio divina, der geistlichen Schriftlesung. In der lectio divina hören wir auf das Wort Gottes. Was sagt Gott in diesem Teil des Evangeliums? Was steht darin über Jesus, über Gott, über die Menschen? Was steht in diesem Teil des Evangeliums für mich und für mein Leben? Ich werde nicht immer zu allen Aspekten etwas schreiben, sondern nur einen Anfang machen. Das kann eine Einladung für Euch sein, selbst noch mehr zu finden, mehr zu entdecken und das heißt, Gott zu begegnen. Es geht um die Begegnung mit Gott in Jesus Christus. Dazu möchte ich Euch in dieser Fastenzeit einladen. Es wird ein Weg auf Ostern zu. Wir gehen gemeinsam mit Jesus nach Jerusalem und lernen ihn auf diesem Weg immer besser kennen.

Sr. Ursula Wahle OSB


Fest des Apostels Matthias   Joh 15, 9-17

Heute wird die Fastenzeit noch einmal durch das Fest des Apostels Matthias unterbrochen. So haben wir es heute mit einem Abschnitt aus dem Johannesevangelium zu tun. Johannes schreibt so dicht, dass ich mich nur auf einen Aspekt beschränken kann.

Hier spricht Jesus in den sogenannten „Abschiedsreden“ zu seinen Jüngern, also zu den Menschen, die er in seine Nachfolge und in seinen engsten Kreis berufen hat. Zu ihnen sagt er: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.“ Die Freundschaft mit Jesus ist also nicht bedingungslos. Wirklich Freund ist ihm, wer das tut, was er ihm aufträgt. Jesu Freundschaftsangebot bleibt auch bestehen, wenn wir das nicht erfüllen, aber die Freundschaft kommt dann noch nicht zustande. Freundschaft beruht anders als Liebe auf Gegenseitigkeit.

Sein Gebot steht in V 12: „Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe“, und er wiederholt es noch einmal in V 17: „Dies trage ich euch auf: Liebt einander!“ Und dann steht da noch der johanneische Spitzensatz: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ Das hat Jesus für seine Jünger und für uns getan. Unsere Nähe zu Jesus zeigt sich daran, inwieweit wir schon fähig sind, sein Gebot in unserem Leben Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei ist das nicht so sehr eine Leistung, die wir erbringen, sondern mehr ein Handeln Gottes an uns, das wir zulassen.

Hier stellt sich für uns noch einmal die Frage, ob wir Jesu Freund / Freundin sein wollen. Ist mir alles an seiner Freundschaft gelegen oder bin ich da noch unentschieden?

Jesu Freundschaft hat eine Bedingung, seine Liebe nicht. Wie ist das mit mir? Möchte ich überhaupt so umfassend lieben, wie Jesus es getan hat? Gibt es in meinem Herzen eine Sehnsucht, das zu können?


Freitag der 1. Fastenwoche   Mt 5, 20-26

„Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist …“. Das „größer“ ist eine sehr schwache Übersetzung für das griechische Wort. Da klingt Überfluss, Üppigkeit, ja Maßlosigkeit mit. Unsere Gerechtigkeit soll also grenzenlos sein. Sie soll sich nicht im Rahmen von „Wohlanständigkeit“ bewegen, sondern geradezu „unvernünftig“ sein. Wenn wir das Wort „Gerechtigkeit“ hören, denken wir vielleicht an so etwas wie „allen das Gleiche“ oder „jedem, was er verdient“. Genau das meint Jesus aber nicht. Unsere Gerechtigkeit muss die Gerechtigkeit Gottes vor Augen haben. Erinnern wir uns noch mal an das Gleichnis vom barmherzigen Vater (Lk 15). Das ist Gottes Gerechtigkeit.

Wenn wir uns in unserem Handeln danach richten, steht uns der Zugang zum Himmelreich offen.

Schauen wir uns die weiteren Worte Jesu an, müssen wir ehrlicherweise sagen: Wenn es sich so verhält mit dem Gericht, dann habe ich keine Chance ihm zu entrinnen. Mir scheint, dass Jesus uns genau das vor Augen führen will. Wenn wir anderen gegenüber nicht „maßlose Gerechtigkeit“ walten lassen, was bedeutet, dass wir alles Urteilen alleine Gott überlassen, dann haben wir selbst keine Hoffnung darauf, dem Gericht zu entgehen.
In anderer Sprache, sagt Jesus dasselbe noch einmal im Gleichnis vom unbarmherzigen Gläubiger (Mt 18,23-35), der erst die eigene riesige Schuld erlassen bekommt und dann seinen Mitknecht wegen ein paar Pfennig ins Gefängnis werfen lässt. Die „grenzenlose Gerechtigkeit“, die Jesus von uns fordert liegt in der Erkenntnis unserer eigenen, verborgenen Sünde (z.B. zürnen)  und in der Vergebungsbereitschaft gegenüber allen offenen und verborgenen Sünden unserer Brüder und Schwestern.


Fest Kathedra Petri Mt 16, 13-19

Heute feiern wir das Fest „Kathedra Petri“, wodurch die laufende Lesung der Fastenzeit unterbrochen wird. Dennoch schließt sich das heutige Evangelium gut an das gestrige an.

Jesus fragt die Jünger: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Das ist die Frage, die er auch uns stellt. Die Antwort des Petrus lautet: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.“

Dieses Bekenntnis des Petrus ist so gewaltig und tief, dass wir es in seinen Einzelteilen kauen wollen bis es uns seinen Reichtum preisgibt.

„Du bist der Messias.“ Der Gesalbte Gottes zu sein, trifft an erster Stelle für die ersten Könige Israels zu. Saul war von Gott gesalbt, David, Salomo und später noch einige andere. Die Könige Israels waren diejenigen, die im Volk Gottes das Recht zur Geltung bringen sollten. Sie waren die Beauftragten Jahwehs, die dafür Sorge tragen sollten, dass der Bund, den Gott am Sinai mit seinem Volk geschlossen hatte, auch gehalten wurde. Zur Zeit Jesu erwartete das gläubige Volk einen neuen König, der genau dies wieder tun würde. Wenn Petrus hier bekennt: „Du bist der Gesalbte“, dann steht diese Hoffnung dahinter.

Der „Sohn des lebendigen Gottes“, drückt mit anderen Worten Ähnliches aus. In Ps 2 heißt es: „Ich selber habe meinen König eingesetzt …. Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt.“ Jesus ist dieser königliche Sohn Gottes und Gott ist lebendig, er ist kein toter und damit gänzlich wirkungsloser Götze.

Ist Jesus, der der in meinem Leben für Recht und Gerechtigkeit sorgt? Ist er der Sohn dessen, der in meinem Leben wirkt? Ist Jesus für mich der Gesalbte Gottes und sein bevollmächtigter Sohn? Kann ich Jesus als meinen König bekennen?


Mittwoch der 1. Fastenwoche  Lk 11, 29-32

Wenn ich dieses Evangelium lese, muss ich mich bewusst entscheiden, die Worte mal so an mich heranzulassen, wie sie da stehen. „Diese Generation ist böse.“ Wörtlich: Dieses Geschlecht ist ein böses Geschlecht. Was Jesus meint, wenn er „böse“ sagt, erschließt sich aus den folgenden Worten.

Diese Generation fordert ein Zeichen, mit dem Jesus sich legitimieren soll. Er soll etwas wirken, was ihn eindeutig als von Gott bevollmächtigt ausweist. Wir wissen aus den Evangelien, dass selbst die Jünger die Taten Jesu nicht als Zeichen verstanden haben (z.B. Mk 6,52). Sie haben gesehen, aber nicht erkannt. Und das ist noch viel extremer bei den Gegnern Jesu. Sie sehen mit den Augen des Leibes, aber die Botschaft dringt nicht bis ins Herz, den Ort des Verstehens, vor.

Anders war es bei den Menschen in Ninive, die sich auf die Botschaft des Jona hin bekehrten. Der König befahl allen Untertanen: „Sie sollen laut zu Gott rufen, und jeder soll umkehren und sich von seinen bösen Taten abwenden und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt.“ (Jona 3,8) Die Königin von Saba bekennt angesichts der Weisheit und Pracht Salomos: „Gepriesen sei Jahwe, dein Gott, der an dir Gefallen fand und dich auf den Thron Israels setzte.“ (1 Kön 10,9)

Das Zeichen, das den Menschen dieser Generation gegeben wird, ist die Auferstehung des Menschensohnes, der drei Tage im Grab gelegen hat, wie Jona im Bauch des Fisches (Jona 2,1) und auferstanden ist. Wird unsere Generation dieses Zeichen verstehen und umkehren zu Gott?


Dienstag der 1. Fastenwoche  Mt 6, 7-15

Diese Einführung ins Vaterunser irritiert mich und ärgert mich. „Plappert nicht wie die Heiden“ – wozu spricht Jesus hier so negativ von „den Heiden“? Ich möchte hier nicht die Frage klären, ob es sich um ein vermeintlich echtes Jesuswort handelt oder um eine Zufügung des Evangelisten. Es steht jetzt da und es hat uns etwas zu sagen.

Mag sein, dass Jesus Menschen vor Augen hatte, die Gott mit einem Wortschwall überschüttet haben. Da ist es erstmal egal, ob es welche aus den Völkern (also Heiden) oder Juden waren, oder ob jetzt wir Christen gemeint sind. Jesus benutzt diese Negativfolie, um uns die wenigen Worte des Vaterunser zu lehren.

Im Kloster beten wir das Vaterunser mehrmals am Tag, da ist die Gefahr groß, es zu plappern. Mir hilft es, immer mal wieder einzelne Worte im Herzen zu bewegen und über sie nachzusinnen wie Maria (Lk 2,19).
Vater unser – Gott ist unser aller (mütterlicher) Vater, es gibt keinen Menschen, auf den das nicht zutrifft. So sind auch alle Menschen meine Brüder und Schwestern – ausnahmslos. Gott ist unser Vater, weil er uns ins Leben gerufen hat (Gott sprach und ich wurde) und ich lebe in diesem Augenblick, weil ER mein Vater ist und bleibt.

Im Gleichnis vom Barmherzigen Vater (Lk 15,11-31) ist sehr eindrucksvoll beschrieben, wie wir uns die Vaterschaft Gottes vorzustellen haben. Wir dürfen uns Gott in dieser menschlichen Weise vorstellen und gleichzeitig ist er der Vater im Himmel. Er ist mehr als ein irdischer Vater und mein Lebensatem kommt von meinem himmlischen Vater.

Was geschieht, wenn ich die Worte „Vater unser im Himmel“ beim Beten mit meinem Atem verbinde? Du, Vater, schenkst mir meinen Lebensatem.


Montag der 1. Fastenwoche  Mt 25, 31-46

Das heutige Evangelium ist der Schluss der sogenannten „Endzeitrede“ bei Matthäus. Danach folgt der Beschluss des Hohen Rates, Jesus zu töten und die Dinge nehmen ihren Lauf. Ein Wort, das als letzte große Rede Jesu überliefert wird, hat also besonderes Gewicht, es ist eine Art Vermächtnis.

Jesus spricht hier vom Menschensohn, der kommen wird und bezieht sich damit auf eine Stelle beim Propheten Daniel (Dan 7,13f.). Wenn dieser Menschensohn kommt, wird Gericht gehalten. Wir kennen alle diese Stelle, von den Schafen und den Böcken, die getrennt werden. Es ist auch vom Hirt die Rede und vom König. Beides sind Titel, die im Alten Bund auch Gott selbst zukommen (z.B.Hirt: Ps 23; König: Ps 47). Die Aufgabe des Königs war es, Recht zu sprechen und ganz besonders, den Schwachen zu ihrem Recht zu verhelfen. Der König sollte für die Witwen und Waisen sorgen und sich mit seiner Autorität für sie einsetzen. Der Hirt soll sich um seine Schafe kümmern und für sie sorgen, was sehr eindrücklich in Ez 34 beschrieben wird. Dort heißt es dann auch: „Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern.“

In der Gerichtsrede Jesu werden die Schafe dafür belohnt, dass sie sich um die Schwachen kümmern, die Armen, die Obdachlosen, die Hungrigen usw. Sie haben einen königlichen Dienst an ihnen getan und deshalb dürfen sie auch das Reich in Besitz nehmen, das für sie bestimmt ist. Die, die diesen Hirtendienst verweigert haben, können nicht in das Reich des Königs aufgenommen werden.

Der König sagt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“. Noch näher kann Gott uns nicht kommen.


Erster Fastensonntag,  Mk 1,12-15
Diese vier Verse haben es in sich. Der Geist – zu ergänzen ist: Gottes – treibt Jesus in die Wüste, wo er vom Satan in Versuchung geführt wird. Wir werden an Hiob erinnert: Gott erlaubt dem Satan, Hiob in Versuchung zu führen, d.h. ihn so zu schlagen, dass er versucht wird, sich von Gott abzuwenden.

Satan führt Jesus also in Versuchung. Markus berichtet uns im Unterschied zu Lk und Mt nicht, wie das genau geschieht. Aber was tut Jesus? Er lebt bei den wilden Tieren und die Engel dienen ihm. Das meint nicht etwa, dass Jesus von den wilden Tieren bedroht wurde, sondern es erinnert an die große Vision des Jesaja vom Friedensreich unter der Herrschaft des Nachkommens Davids (Jes 11,1-9) „Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie.“

Und der Himmel steht über Jesus offen, wie schon bei der Taufe, so dass die Engel ihm dienen. Im Vater unser lehrt Jesus uns beten: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“. Jesus weiß, dass wir der Versuchung nicht so gewachsen sind wie er und lässt uns Gott um die Erlösung von dem Bösen bitten, damit auch wir in Frieden leben können. Wir sind einem Kampf mit Satan nicht gewachsen – ohne Hilfe noch nicht einmal dem Kampf mit unseren eigenen lebensfeindlichen Gedanken.
Und dann kommt die Kurzformel der Verkündigung Jesu: „Kehrt um, und glaubt an das Evangelium“. Hört doch endlich auf, eure eigenen Wege zu gehen! Kehrt euch zu mir und glaubt an das, was ich euch über Gott sage in Worten und Werken! Seht doch endlich ein, dass ihr krank seid und einen Arzt braucht!


Samstag nach Aschermittwoch  Lk 5, 27-32
  
„Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten.“ Das leuchtet zunächst ein und passt zu dem, was wir von Jesus wissen. Aber wie ruft er die Sünder zur Umkehr? Dort steht nichts davon, dass er dem Levi ins Gewissen geredet hat. Selbst wenn Markus hier einen längeren Vorgang in ein kurzes Wort fasst, um die Autorität Jesu zu unterstreichen, ruft dieser ihn „nur“ in seine Nachfolge. Und dann findet dieses Festmahl statt.

So wird es auch vom Berufskollegen des Levi, von Zachäus berichtet: „Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“ (Lk 19,5) Und Zachäus kehrt um. Von Zachäus wird zumindest gesagt, dass er Jesus sehen wollte und deshalb auf einen Baum stieg. Levi sitzt einfach am Zoll. Als Jesus ihn ruft, steht er auf und geht mit ihm.

Wenn wir darauf warten, dass Jesus uns mit der Nase auf unsere Sünden stößt, können wir noch lange warten. Stehen wir aber auf, wenn er uns in die Nachfolge ruft und feiern wir ein Fest mit ihm?


Freitag nach Aschermittwoch Mt 9, 14-15

Es scheint hier um die Frage nach dem Fasten zu gehen und das passt natürlich in die sogenannte „Fastenzeit“. Aber werden wir damit diesem kleinen Abschnitt aus dem Matthäusevangelium wirklich gerecht?
  
Das Signalwort dieses Abschnitts ist das Wort „Bräutigam“. Jesus ist der Bräutigam, der bei seinem Volk ist. Bei den Propheten des Alten Bundes wird oft davon gesprochen, dass Gott sein Volk zur Braut nimmt wie ein Bräutigam (z.B. Hos 2,21f.; Jes 62,5). Wenn Jesus hier sagt, dass die Hochzeitsgäste nicht trauern (also fasten) können, solange der Bräutigam bei ihnen ist, dann hören seine Zuhörer diese Anspielung sofort.
  
Johannes der Täufer, von dessen Jüngern hier die Rede ist, hat das Volk auf die Ankunft des Bräutigams vorbereitet (das steckt nach Gregor der Große hinter der Sache mit dem Lösen der Sandalen), jetzt ist er da. Das ist die zentrale Aussage dieser Stelle. Das Fasten ist zweitrangig. Es geht um die Frage, wer Jesus ist. Ist Jesus für mich der, in dem Gott mir mit seinem Werben und Lieben so nahe kommt wie ein Bräutigam? Allgemeiner gesagt: Erkenne ich in Jesus das liebender Werben Gottes um mich?


Donnerstag nach Aschermittwoch  Lk 9, 22-25

Habe ich mich gestern zum JüngerInnenkreis gezählt? Dann wird Jesus heute sofort ernst und wir blicken mit ihm nach vorn auf den Karfreitag. Will ich unter diesen Umständen immer noch zu Jesu JüngerInnen gehören? Mein Kreuz auf mich nehmen und ihm nachfolgen - was heißt das konkret?

Wenn ich ein Leben in der innigen Gemeinschaft mit Gott leben will – denn das heißt Jüngerschaft -  dann muss ich mit Widerständen rechnen, in meinem eigenen Inneren und von außen. Schauen wir erst mal auf das eigenen Innere. Was steht der innigen Gemeinschaft mit Gott in meinem eigenen Herzen entgegen? Wo will ich mich gegen seine Wünsche absichern? Wo mich abgrenzen? Wo lebe ich in Konkurrenz zu anderen? Wo suche ich mehr das eigenen Ansehen als das der anderen? Mich selbst verleugnen und Jesus nachfolgen heißt, mich selbst überwinden – und das kann ein echter Kampf sein. Es kann auch heißen, vorerst auf einen Vorteil verzichten, vielleicht sogar Nachteil in Kauf zu nehmen. Mein Leben um Jesu willen verlieren – das ist immer nur vorläufig, denn es bleibt nicht beim Karfreitag – es kommt der Ostermorgen.


Aschermittwoch: Mt 6, 1-6.16-18

Diese Worte spricht Jesus zu seinen Jüngern im Rahmen der Bergpredigt. Es ist also eine Belehrung über die rechte Weise, in der Nachfolge Jesu zu leben. Will ich das überhaupt? Zähle ich mich zum engeren JüngerInnenkreis? Dann gelten diese Worte mir.

Wenn ich meine Gerechtigkeit nicht zur Schau stellen soll, stellt sich für mich erst mal die Frage, was ich denn bei mir überhaupt für Gerechtigkeit halte. Jesus meint damit ein Tun, das den Geboten Gottes entspricht, die uns zum Leben verhelfen wollen. Und er wird konkret: Almosen geben, beten – in der heutigen Lesung wird das Vater unser ausgelassen (V 9-13) – fasten.

Ich sehe diese Worte Jesu im Kontext seiner Reich-Gottes-Verkündigung. Wenn wir am Kommen des Reiches Gottes mitwirken wollen, dann geht es um ein verborgenes Tun, das der Vater sieht. Das Reich Gottes ist etwas, das im Verborgenen wächst. Der Lohn, den wir vom Vater erwarten dürfen, ist die Freude am Kommen des Reiches Gottes. Auch das ist keine Freude, die wir vor den Menschen zur Schau stellen, sondern eine tiefe Freude, die unser Leben erhellt.

Gottesdienste

Laudes und Terz: 05:55 Uhr (Sonntags 06:25 Uhr)
Eucharistiefeier: 7 Uhr (Sonntags 07:30 Uhr)
Mittagshore: 11:30 Uhr
Vesper: 17 Uhr  
Komplet und Vigilien: 19:30 Uhr (Samstags 19 Uhr)
Klosterpforte Öffnungszeiten

Werktags
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von 14:30 Uhr bis 17 Uhr
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Am 10. Februar 2018 kleideten wir unsere Postulantin Anne-Kathrin Schwitalla ein.



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