Zusammenfassung - Benediktinerinnen Osnabrück

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Zusammenfassung

 

Wie würde ich mein Leben als Benediktinerin heute, nach mehr als 20 Klosterjahren beschreiben? Es ist ein Leben der Gottsuche. Wir haben Gott nicht ein für alle Mal gefunden und können ihn dann dingfest machen. Gott ist immer der ganz andere und auch von Jesus können wir nicht sagen: „So ist er“. Im täglichen Gebet, in der Lesung der Heiligen Schrift und im Alltag begegnet Gott und begegnet Jesus uns immer wieder neu. Es gibt auch Zeiten, in denen er sich entzieht oder ich selbst mich entziehe. In solchen Zeiten ist das Leben in Gemeinschaft eine Hilfe. Die Schwestern und Brüder tragen die gemeinsame Gottsuche durch, wenn ich mal müde und mutlos werde. Und sie fordern mich heraus. Immer wieder muss ich meine eigene Sicht in Frage stellen lassen durch die Sicht der anderen. Auf unserem gemeinsamen Lebensweg feiern wir Tag für Tag unseren Glauben in der Eucharistie und im Stundengebet. Wir lassen uns voneinander und füreinander in Dienst nehmen, verrichten die täglichen Arbeiten, kümmern uns umeinander und um die Menschen, die zu uns kommen. Es ist ein Leben im Dreiklang von Gebet, Arbeit und geistlicher Lesung. Wir nehmen Frauen auf, die zu uns kommen, um unser Leben zu teilen, und wir begleiten unsere alt gewordenen Schwestern bis zu ihrem Tod. Unser Kloster ist ein Haus Gottes mitten in der Stadt. Hier erwarten wir das Kommen unseres Herrn jeden Tag, verborgen in den Ereignissen des Lebens, in den Menschen, die uns begegnen und in der Feier der Eucharistie. Hier erwarten wir sein Kommen in diese Welt am Ende der Zeit – unserer ganz persönlichen Zeit und der Zeit dieser Welt. Benedikt legt ein Zeugnis dafür ab, was er auf seinem Weg im Kloster erfahren hat und was wir erwarten dürfen: In seiner Güte zeigt uns der Herr den Weg zum Leben (RB Prol 20).
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