Benediktinerin werden - Benediktinerinnen Osnabrück

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Benediktinerin werden


Wenn eine Frau sich von der Lebensweise im Kloster angezogen fühlt – so wie ich damals -, gibt es eine Zeit des näheren Kennenlernens und der Begleitung, in der eine erste Klärung über eine mögliche Berufung stattfindet. Nach dem Eintritt folgt das Postulat, je nach Gemeinschaft variiert diese Zeit zwischen einem halben und einem Jahr. Sollte sich der gewählte Weg bestätigen, wird die Postulantin ins Noviziat aufgenommen und erhält das Ordenskleid. Nun folgt eine zweijährige Zeit der Ausbildung, in der sich die Novizin gemeinsam mit der Gemeinschaft die Frage stellt, ob das die Form der Nachfolge ist, in die Jesus sie gerufen hat. Wenn das deutlich wird, legt sie ihre erste Profess für drei Jahre ab und gelobt Beständigkeit (stabilitas), klösterlichen Lebenswandel (conversatio morum) und Gehorsam (oboedientia). Nach Ablauf der drei Jahre, die eine Zeit der vertieften Ausbildung und Einführung in die benediktinische Lebensform und -spiritualität sind, legt die Schwester mit Zustimmung der Gemeinschaft die Profess auf Lebenszeit ab. Es ist also ein langer Prozess der Prüfung und des Hineinwachsens in ein Leben mit Christus. Und es bleibt ein Weg und ein Prozess auch nach der Profess. Im Prolog der Regel sagt Benedikt: Wir wollen uns also mit dem Glauben umgürten, in Treue das Gute tun und unter der Führung des Evangeliums die Wege gehen, die der Herr uns zeigt, damit wir ihn schauen dürfen, der uns in sein Reich gerufen hat (RB Prol 21). Damit nennt er auch das Ziel dieses Weges: Ihn schauen, der uns in sein Reich gerufen hat.
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