Dem Gottesdienst nichts vorziehen - Benediktinerinnen Osnabrück

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Dem Gottesdienst nichts vorziehen


Wenn Menschen fragen, was denn das benediktinische Leben im Vergleich mit anderen Ordensgemeinschaften auszeichnet, dann könnte man sagen: Es ist der Vorrang des Gottesdienstes vor allem anderen. Es ist nicht ein sozial-karitatives Engagement oder die Seelsorge, auch nicht der Dienst in der Schule, noch nicht einmal die Gastfreundschaft, der Benedikt auch einen hohen Stellenwert gibt, sondern der Gottesdienst, der den ganzen Tag prägt. In der Regel Benedikts befassen sich 13 der 73 Kapitel mit der Ordnung für den Gottesdienst und der inneren Haltung beim Gebet. Zwei parallel formulierte Sätze weisen auf den Stellenwert des „Opus Dei“ (Gottesdienst) hin: Der Liebe Christi nichts vorziehen (RB 4,21), und dem Gottesdienst nichts vorziehen (RB 43,3). Damit zeigt Benedikt an, wie zentral für ihn das liturgische Gebet ist. Es gibt zahlreiche andere Stellen in der Regel, in denen Benedikt aufzeigt, wo wir sonst noch Christus begegnen: In den Kranken, in den Gästen, im Abt, in jeder Schwester – auch in der, die mir gegen den Strich geht.  Darin stimmt die Regel ganz mit dem Evangelium überein. Und das will benediktinisches Leben zuerst sein: Ein Leben nach dem Evangelium und ein Leben in der konkreten Nachfolge Jesu. In der Einleitung zur Regel nennt Benedikt das Kloster eine Schule für den Dienst des Herrn (RB Prol 45). Dabei weiß er aus eigener Erfahrung und aus der Erfahrung der frühen Mönche, dass wir als erstes lernen müssen, in der Gegenwart Gottes zu leben. Und in diese Gegenwart stellen wir uns „siebenmal“ am Tag. Bei uns heißt das konkret: Dreieinhalb Stunden gemeinsames liturgisches Gebet, das morgens um 6.00 Uhr mit der Laudes beginnt und abends um 20.00 mit der Komplet und den Vigilien endet. Aber diese Art des Betens ist nur der eine Lungenflügel. Der andere ist das persönliche Gebet, das den Tag ebenso durchzieht. Es beginnt beim Aufwachen am Morgen und endet mit dem Einschlafen am Abend.

Gottesdienste

Laudes und Terz: 05:55 Uhr (Sonntags 06:25 Uhr)
Eucharistiefeier: 7 Uhr (Sonntags 07:30 Uhr)
Mittagshore: 11:30 Uhr
Vesper: 17 Uhr  
Komplet und Vigilien: 19:30 Uhr (Samstags 19 Uhr)
Klosterpforte Öffnungszeiten

Werktags
von 08:00 Uhr bis 13 Uhr
von 14:30 Uhr bis 17 Uhr
von 17:30 Uhr bis 18 Uhr

Sonntags
von 08:45 Uhr bis 13 Uhr
von 15:00 Uhr bis 17 Uhr
von 17:30 Uhr bis 18 Uhr
Hasetorwall 22, 49076 Osnabrück, Telefon: +49 541 63819, kloster[at]osb-os.de
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Aktuelles

Am 1. November 2017 legte unsere Sr. Hannah Graudenz OSB ihre Feierliche Profess ab und empfing die Monastische Weihe.
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